Yap-Getuschel auf den Malediven

“Networking” ist ALLES! Und es hört nie auf. Nicht mal inmitten des Indischen Ozeans.

Gelegentlich führen Vorträge zu wirklich witzigen Situationen. Präsentationen und Slideshows über Yap und das Manta Ray Bay Resort bei Weihnachtstreffen von Tauchvereinen, Reiseveranstaltern oder Fachmessen sind ja nicht wirklich etwas Besonderes – aber wenn sie während Pressereisen an Tauchbasen oder auf Tauchkreuzfahrtschiffen stattfinden, kann ich mir das Grinsen kaum verkneifen.
Einerseits sind sie meistens improvisiert und die Technik zickt entsprechend, oder eine andere Art Ironie schleicht sich ein. Jedenfalls ist so ein Vortrag nichts, was man machen möchte, wenn die Sicht nur ein Drittel der Erwartungen erfüllt oder der Fischreichtum an ein Aquarium nach einer zünftigen Algenpest erinnert.
Letzte Woche auf den Malediven war das zum Glück nicht der Fall. Was nicht selbstverständlich ist. Wie jeder weiß, werden die Paradiese von Jahr zu Jahr seltener.

Obwohl ich wirklich kein sonderlich hämischer Mensch bin… stellt Euch das einmal vor: Man drückt die F5-Taste und startet die Präsentation vor einer Gruppe von Sportsfreunden, die entweder noch vom letzten Tauchgang tropfen oder nach dem Abendessen bereits vom nächsten Tauchtag träumen… und whooosch… und plötzlich erscheinen Nahaufnahmen und Porträts von Mantas und Haien von Vertigo oder dem Stammtisch. Keinen halben Meter vom Auslöse-Zeigefinger entfernt. Schon ein bisschen gemein, oder? 😉

Zur Ehrenrettung: Mantas gab es in der Woche nicht zu sehen, dafür aber regelmäßig Graue Riffhaie, und auch die Steinkorallen sind seit der großen Bleiche 1998 wieder auf dem Weg der Besserung. Nur kam das große Viechzeug leider nicht in die Kameralinse gekrochen wie es in Yap oft der Fall ist.

“Du jagst den Haien nicht mehr wirklich für Porträtfotos hinterher, oder?”, meinte etwa John, einer der Gäste aus Großbritannien. Spätestens nach einigen Impressionen der farbenprächtigen Tanzvorführungen, der Vorstellung unseres Konzeptes “Tauchen und Wohnen unter einem Dach” und der Tatsache, dass Manta Ray Bay bis heute ein Familienunternehmen geblieben ist, war es um einige der Zuhörer geschehen. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass wir einigen Zuschauern im nächsten Jahr unsere dicken Fische und ein leckeres Twostep servieren weren.

“Wie kommt man dahin?” … “Mit dem Flugzeug!” (okay, blöder Scherz) –  “Wie lange ist man unterwegs?” – “Sind Insel und Hotel für Kinder geeignet?” – “Auch für nichttauchende Partner?” – “Was kann man in Yap sonst noch machen?” – “Kriegt man da keinen Inselkoller?” – “Malaria?” – “Wie teuer?” – “Wie lange sollten wir einplanen?”

Reichlich viele Ohrenpaare, die mit Infos gefüttert werden wollten. Aber sowas macht ja Spaß, gerade, wenn man seine eigenen Bilder zeigen kann.

Noch mehr Spaß macht es natürlich mit dem Wissen, dass oben auf dem Sonnendeck unter dem Sternenzelt eine Wasserpfeife mit Apfeltabak auf einen wartet.

Ein Deutscher auf den Malediven, der über Yap redet, eine Shisha aus Jordanien raucht, die mit Tabak aus Ägypten gefüllt ist.
Ist schon ein hartes Leben, nicht wahr? 🙂

Frohe Ostern Euch allen!
Daniel

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