Nicht mal fliegen ist schöner: Die Steilwände im Westen

Die prototypische Steilwand in Yap - Juwelenzackenbarsche, tanzende Fahnenbarsche, 40 Meter Sichtweite... und Überraschungen, die hinter jeder Ecke warten können.
Die prototypische Steilwand in Yap – Juwelenzackenbarsche, tanzende Fahnenbarsche, 40 Meter Sichtweite… und Überraschungen, die hinter jeder Ecke warten können.

 

Auch wenn unser Hai-Paradies Vertigo und die abwechslungsreichen Yap Caverns im Südwesten wohl die bekanntesten Plätze auf der Philippinen-Seite sind, erstreckt sich vom Yap Corner bis zur Südspitze fast durchgängig eine spektakuläre Steilwand. An vielen Stellen stürzt sie kerzengerade in für Taucher unerreichbare Tiefen ab.

Toller Kontrast: eine der um Yap seltenen Roten Gorgonien. Durch's Bild schwimmt übrigens der bekannte UW-Filmer Peter Schneider.
Toller Kontrast: eine der um Yap seltenen Roten Gorgonien. Durch’s Bild schwimmt übrigens der bekannte UW-Filmer Peter Schneider.

 

Gelegentlich bildet sie kleine Balkone und Simse in gerade noch akzeptablen Tiefenbereichen, die einen Blick in das offene Meer erlauben und einem in dem glasklaren Wasser fernab von Taucherrudeln das Gefühl geben, sich auf einem Expeditionsflug zur Erforschung von kerngesunden Tiefwasser-Riffen zu befinden. Auch ohne Stickstoffnarkose ein ziemlich hypnotisches Erlebnis!

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Besonders an an Plätzen wie Big Bend oder Spanish Wall, wo im 40-Meter-Bereich mit ein bisschen Glück und „Live-Musik aus der Plastikflasche“ Silberspitzen- oder Seidenhaie auftauchen können, die in dieser Gegend Thunfischen nachstellen. Auch Begegnungen mit Tigerhaien kommen ganz selten vor.

Bechiyal men's house

...und die stolze Mama?
Baby Silberspitze…und die stolze Mama?

Die etwas nährstoffreichere Seite der Insel ist natürlich prädestiniert für Begegnungen mit Haien, Thunfischen, Adlerrochen, Raubmakrelen und Hochseebewohnern aller Art, aber auch ein Blick ins Riff selbst lohnt sich.

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So sind beispielsweise Muränen und Sepias sehr häufig, und der Blick in die Anemonen liefert nicht nur Clownfische, sondern auch Porzellankrabben und Shrimps, oder auch Squat Lobster in den Federsternen. Schwärme von gleich zwei verschiedenen Arten Barrakudas gibt es am „Magic Kingdom“ und am relativ neuen Spot „Buena Vista“.

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Die oft grandiosen Sichtweiten lassen die Schulen von Füsilieren und Stachelmakrelen beinahe klein erscheinen – selbst wenn einer der wirklich großen Schwärme von Kaninchenfischen oder Schnappern (es können mehrere tausend sein) durch’s „Bild“ rauschen.

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Die Topografie der meisten Spots ähnelt sich: Über das Riffdach in 5, 7 Meter Tiefe rollen die Brecher (Abstand halten!) und dahinter schließt sich eine kleine Wand an (in Höhlen wie an Big Bend schlummern oft Ammenhaie) bis zum einem mehr oder minder breiten Plateau, das in einen Riffabhang oder eine Steilwand ohne Boden übergeht.

Ammenhaie sind zumindest tagsüber ausgesprochen relaxte Schlafmützen.
Ammenhaie sind zumindest tagsüber ausgesprochen relaxte Schlafmützen.

Eine Eigenart der Riffe ist deren charakteristisches Erscheinungsbild: Yaps „Steinerne Gärten“ bestehen zu 98 Prozent aus Steinkorallen, die aberwitzige Formationen bilden und definitiv einen großen Wiedererkennungswert besitzen.

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Auch unter den „Korallenplätzen“ gibt es Überraschungen: Ein Sonderfall ist etwa der Platz „Cabbage Patch“, dessen Name einem Feld gelb leuchtender Salatkorallen verdankt; ein anderer Cherry Blossom Wall: die „Kirschblüten-Wand“ verdankt ihren Namen einer großen Kolonie der kleinen Kelchkorallen, die mit ihren Tentakeln Plankton aus der Strömung filtern.

Kelchkorallen-Überzug am Cherry Blossom Wall
Kelchkorallen-Überzug am Cherry Blossom Wall

Obendrein ist der Spot ein Meeresschutzgebiet, in dem nicht gefischt werden darf, sodass die Riff-Fische dort größer und statistisch mit mehr Arten vertreten sind.

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Unter den Überhängen am Sunset Reef rasten wiederum häufig Grüne Meeresschildkröten.

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Ohne jeden Zweifel braucht man ein bisschen Zeit, um ein Gefühl und einen Überblick über das Tauchen vor der Westseite zu bekommen.

Am besten geht das, wenn Strömung zur Hilfe kommt. Dann tanzen nicht nur die Fahnenbarsche vor den Riffen… da der Käptn auf dem Boot in solchen Situationen den Luftblasen folgt, kann man mit ein bisschen Glück drei Tauchplätze auf einmal kennenlernen – wenn auch nur „one way“.

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Aber dann gibt es auch noch Möglichkeit Nummer Zwei: Man fragt einfach beim Team der Yap Divers nach, ob man nicht einen Triple-Tank-Dive auf unserem geräumigen Gruppenboot (bis 16 Gäste) organisieren kann. Wer unser Supersize-Me-Paket gebucht hat und pro Tauchtag einen dritten Tauchgang sowie Nitrox umsonst bekommt, darf sich die Hände reiben… dann kostet dieses Vergnügen keinen Cent mehr. Oftmals begleitet Bill selbst diese Touren, was einer Garantie gleichkommt, etwas Besonderes zu Gesicht zu bekommen!

Adlerrochen im Liebesrausch! Solche Begegnungen können Taucher in Yap erleben weil die Plätze eben noch nicht überlaufen sind!
Adlerrochen im Liebesrausch! Solche Begegnungen können Taucher in Yap erleben weil die Plätze eben noch nicht überlaufen sind!

Last but not least: Wer genügend Taucherfahrung hat, im Buddy-Team unterwegs ist und den Flug über dem tiefen Abgrund sicherer und länger gestalten und vielleicht auf Hai-Suche gehen will, ist herzlich eingeladen, beim Team nachzufragen… schließlich kann man unsere Nitrox-Tanks ja auch mit einer 28er- anstatt der klassischen 32%-Mischung füllen!

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Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Euch
Daniel

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