Abenteuer an Yaps wilder Grenze

boilingsurfaceDerzeit zeigen sich Yaps Tauchgründe von ihrer Schokoladenseite. Damit sind nicht nur die mehr als 30 kapitalen Büffelkopfpapageienfische, die unseren Gästen während des ganzen Tauchgangs an den Yap Caverns nicht von der Seite wichen.
Gestern erlebten einige Gäste das was wir in Yap tauchen an der wilden Grenze nennen.  Neben einer eher unüblichen Begegnung mit den üblichen Mantas gaben sich eine Schule großer Seidenhaie die Ehre, ebenso Regenbogenrenner und jagende Thunfische.

Unsere Guides halten während der Ausfahrten immer ein Auge auf die Wasseroberfläche, und wenn sich dort etwas tut, ist der ursprüngliche Plan im Zweifelsfall schnell umgeworfen.

baitball

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Unberührte Natur und Flexibilität in der Planung – diese Kombination ist einer der besten Gründe, hier tauchen zu gehen.

Auf dem Weg zum dritten Tauchgang des Tages an Vertigo bog der Käptn ohne Vorwarnung ins Blau und hielt auf eine Gruppe Seevögel zu, die eine gute Meile vor dem Außenriff wieder und wieder hinab ins Wasser tauchten.

Unter der Wasseroberfläche kam nicht nur eine Schule von Regenbogenrennern in Sicht, sondern auch etwa 30 große Seidenhaie, hektische Thunfische und ein paar Barrakudas, die zielsicher wie Pfeile in einen Baitball schossen.

Das Material, das hier zu sehen ist stammt aus der GoPro-Kamera unseres Gastes Jacob.
Die Taucher gingen mit Schnorcheln ins Wasser, mit einer Hand am Boot und der anderen an der Kamera. Was sie erlebten, geht als anschauliche Nahrungskette in Echtzeit durch: Die Thunas schossen durch den Schwarm kleiner Makrelen an der Oberfläche und hinterließen nur Schuppen und eine Spur von Luftblasen. Von oben durchbrachen die Vögel die Wasseroberfläche und die wirklich großen Haie erledigten den Rest aus der Froschperspektive.

Schlussendlich kamen einige drei Meter lange Seidenhaie bis auf Armlänge heran und zeigten eine Spur zu viel Interesse an den Schnorchlern, sodass Nico das Abenteuer abbrach und die Gäste unter seinem wachsamen Blick wieder auf’s Boot kletterten.

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Für den dritten Tauchgang ging es dann wie geplant zu Vertigo. Am Morgen standen Tauchgänge an Yap Caverns und Vertigo auf der Tagesordnung, die mit exzellenter Sicht, wenig Strömung und viel Leben für zufriedene Gesichter sorgten, sodass die Gäste sich während der Rückfahrt für einen Nachmittags-Tauchgang an Vertigo entschieden.
Im Handumdrehen wurde ein Boot auf Hochglanz gebracht, mit neuen Nitrox-Tanks beladen, und nach dem Mittagessen und einer kleine Verschnaufpause ging es wieder raus.  Wenn unsere Gäste einen Wunsch haben, wird er tunlichst erfüllt – man muss nur fragen!

Auf dem Rückweg von Vertigo gab es dann inmitten der Lagune jenseits des Mi’l Channel erneut Geplätscher an der Wasseroberfläche. Dieses Mal waren es Mantas, die die hoch konzentrierte Planktonsuppe förmlich in ihre gigantischen Mäuler saugten.

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Unter Wasser erlebten die Gäste aus nächster Nähe ein Manta-Ballett vom Allerfeinsten.

Wenn Mantarochen einmal fressen, kümmern sie sich kein Stück um die Anwesenheit von Menschen und drehen richtig auf, mit Rückwärtssaltos in Zeitlupe und Drehungen, bei denen sie die Oberfläche nur ganz knapp berühren.

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Und die Moral von der Geschicht’: Man weiß nie, was man in Yap erleben wird!

In diesem Jahr haben wir schon Orcas über das Außenriff ziehen sehen, große Silberspitzenhaie an der Südspitze der Insel, mehrere Baitballs im Freiwasser und Spinnerdelfine, die sich vor Yap Caverns der schönsten Sache der Welt hingaben.

Yap ist so überschaubar, dass selbst bei hundertprozentiger Auslastung des Hotels maximal 80 Taucher an einem Tag ins Wasser können. 52 Kilometer Außenriff, mehrere Lagunen- und Kanalplätze sorgen dafür, dass auf jeder Seite der Insel etwas Spannendes zu sehen ist. Und letzten Endes legen wir mit unserem Limit von acht Tauchern pro Boot wert darauf, dass das Wildlife-Erlebnis – auch in Fällen wie jenem mit dem Baitball – persönlich bleibt. Was nicht bedeutet, dass solche Highlights grundsätzlich nur der Besatzung eines einzigen Bootes vorbehalten sind. Für solche Gelegenheiten gibt es schließlich Funk. Dann muss nur noch die Natur mitspielen…

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