SharkSchool: Endlich da

Posted by: Daniel Brinckmann

An den Anfang haben die Götter den Schweiß gesetzt: Im Fall von Yap bedeutet das im Klartext einen saftigen Langstreckenflug, der mit dem überreichten Blumenkranz (“Nunu”) aber immer ein versöhnliches Ende findet. So, als wolle einem die Südsee-Schönheit, die jeden Gast am Flughafen schmückt, sagen: “Entspann’ Dich, Du hast es geschafft!”
Als die Reisestrapazen im Ansatz verdaut waren, gingen die SharkSchool-Teilnehmer allerdings schon mit Guide Iggy auf die Pirsch. Und zwar schon um 8.30 Uhr und dann gleich für drei Tauchgänge – das ist Einsatz! Beim “Warmtauchen” war das Empfangskommittee in Form von einigen Grauhaien auch gleich zur Stelle; für Bill Acker, den Eigentümer des Manta Ray Bay Resort, ist das allerdings nur der wortwörtliche Anfang: “Morgen komme ich mit, dann werden wir an der Südspitze der Insel ködern”, verrät der texanische Manta-Flüsterer. In der Zwischenzeit werden auch acht weitere Teilnehmer aus Hawaii ankommen.

Zwei Vertreter des Empfangskomittees. (c) Brad Holland

Zwei Vertreter des Empfangskomittees.
(c) Brad Holland


Praxis so ganz ohne Theorie geht natürlich nicht, schließlich trägt die Haischule ihren Namen ja nicht umsonst. Anstelle des Restaurantschiffs Mnuw und seiner Großleinwand nahmen die Gäste aus Deutschland und Italien mit dem klimatisierten Schulungsraum des Manta Ray Bay vorlieb. Die erste Theorie-Einheit von Dr. Erich Ritter passte dabei perfekt zum Beginn der praktischen Begegnung, nämlich bei der Interaktion zwischen Mensch und Hai, etwa zu den kleinen aber feinen Unterschieden bei der Annäherung zwischen Beiden.

Dr. Erich Ritter und die SharkSchool-Teilnehmer während der ersten Theorie-Einheit - 8 weitere Teilnehmer kommen in Kürze aus Hawaii dazu. (c) Brad Holland

Dr. Erich Ritter und die SharkSchool-Teilnehmer während der ersten Theorie-Einheit – 8 weitere Gäste reisen in Kürze von Hawaii aus an.
(c) Brad Holland

Sein Ende fand der Abend allerdings dennoch auf der Mnuw. Das schwimmende Restaurant mit seiner Direktleitung zur Hausbrauerei ist eben besser geeignet zum gegenseitigen Beschnuppern als jeder Schulungsraum der Erde…

Date Posted: May 24, 2013 @ 9:30 am Comments (2)

Neue Gruppenreise made in Switzerland

Posted by: Daniel Brinckmann

Ein Tauchtrip mit einer Schweizer Gruppe ist so ziemlich das Entspannteste, was einem Gruppenreisenden widerfahren kann. Der Berner Reiseveranstalter Hang Loose und Geschäftsführer Urs Maring, der seit vielen Jahren handverlesene Individualreisen organisiert, schreibt in Kürze für den April 2014 seine zweite Gruppenreise nach Yap aus. Anfragen nimmt er gern selbst entgegen: tauchen@hangloose.ch.

Natürlich hat die Ausschreibung eine kleine Geschichte… Die Taucherwelt ist bekanntlich eine kleine, und Sportsfreunde, die Erinnerungsstücke aus unserem Souvenir-Shop tragen, trifft man auf Reisen erfreulich oft. Als aber vor ein paar Tagen während einer Tauchkreuzfahrt nach Cocos Island im Pazifik vor Costa Rica gleich SECHS Mittaucher aus der Schweiz in Manta Ray Bay-Dress zum Dinner aufliefen, musste am letzten Abend während der Heimfahrt dann doch mal nachgehorcht werden.

DSC_2866 [800x600]Manta Ray Bay verleiht Flügel…

Isidor:
„Eindrücklich für mich war das Zusammentreffen mit den Mantas im Mi’l Channel. Das Unverhoffte. Eine Sekunde ist das Wasser noch leer, und plötzlich sind sie da und kommen mit ihren Schwingen herangeflogen.“

Oliver:
„Richtig gut gefallen hat mir persönlich auch die Atmosphäre, das Gefühl, wenn man da ist, die eigene Brauerei, Bill – das ist schon eine eigene Welt.“

Rolf:
„Ja, da kam mir fast schon das Augenwasser. Meine Freundin Christine, um die man sich als Schnorchlerin liebevoll gekümmert hat, hat die Mantas von der Oberfläche aus beobachtet, während wir das von unten aus taten. Die Guides… wir hatten da wirklich Vertrauen und das war super. Als wir ankamen, waren Jan und Detlef direkt hilfsbereit. Wir haben Palau und Yap kombiniert, aber das nächste Mal werden wir deutlich mehr Zeit in Yap verbringen, allein schon wegen der Natürlichkeit des Seins.“

Tom:
„Da denke ich automatisch an Vertigo, ganz klar. Viele Grauhaie und Hammer-Sicht… und natürlich die Mantas.“

Vanessa:
„Yap… (lacht)… das ist doch dieser Ort, wo man die Mantas beim Namen nennt? Und wo es die besten Wahoo-Sashimis der Weltgibt. Mal im Ernst: Man kann nicht Palau ohne Yap machen – das geht einfach nicht!“

Dieter:
„Ich sage nur: Stammtisch und Vertigo – zwei sensationelle Plätze. Und gern immer wieder. Mit der Sicht, den Mantas und den Haien und der Vielfalt sind das einige der besten Tauchplätze, die ich je gesehen habe.“

So ein nettes Kompliment am Ende einer Tauchkreuzfahrt nach Cocos – und das ist nun wirklich allerbeste Gesellschaft wenn es um die Top-Tauchplätze der Erde geht – das geht runter wie Öl!

Date Posted: April 20, 2013 @ 5:40 am Comments Off

Manta-Paarungszeit

Posted by: Daniel Brinckmann

Die Paarungszeit der Mantas bedeutet herumschwirrende Rochen im Liebestaumel, und obendrein sorgten die jüngsten Mondphasen für außergewöhnliche Sichtweiten in der Lagune.
Jeden Frühling nimmt die Aktivität und Zahl der Mantas zur Paarungszeit zu. Die beste Art die Tiere in dieser besonderen Situation zu beobachten, ist in kleinen Gruppen, mit einem möglichst tiefen Standpunkt, sodass die Mantas einem über den Kopf “fliegen”, und mit mindestens einer Armlänge Abstand.


Bei solchen Bedingungen wie eben gerade, ist es wirklich schwierig, einen Tauchgang mit den ortstreuen Mantas an der passenden Putzerstation zu toppen.

Manchmal überschwimmen einen die Mantas so langsam, dass es wirklich keine Option ist, die Luft anzuhalten. Auch wenn wir uns bemühen, keine Luftblasen abzugeben, kann ein Manta im Zeitlupen-Modus für den Überflug länger brauchen als ein Taucher die Luft anhalten kann.

Ein paar Gäste aus New York hatten eine Manta-Begegnung von Angesicht zu Angesicht aus nächster Nähe, die Minuten lang dauerte.

Der Rochen an der Putzerstation schwebte lange genug über den Geweihkorallen um Dutzende von Fotos zu schießen von diesem Moment.

Jetzt gerade ist die ideale Zeit, um den Tieren zu begegnen. Momentan werden bei unseren Gästen wirklich täglich die kühnsten Manta-Träume wahr.

 

Näher als hier kann man Mantas in der freien Wildbahn nicht kommen. Natürlich ohne sie anzufassen. Aber das ist eh nicht nötig – sie kommen ja von ganz alleine nah auf einen zu.

Gelegentlich kommt es während der Grundreinigung zu kleinen Ausbrüchen wenn ein Putzerfisch eine empfindliche Körperstelle beim Manta trifft. Ein paar irritierte zuckende Flügelschläge und die Putzerfische wagen sich wieder aus dem Schutz der Fingerkorallen heraus sobald der Manta wieder seine Parkposition eingenommen hat.


Obwohl sich ein Großteil der Aktion auf dem Riffdach im Flachwasser abspielt, kommen die Mantas aus dem Blau heraus und man kann beobachten, wie sie kommen und gehen.
Wenn viel los ist, kommt für jeden davonziehenden Manta ein neuer zur Putzerstation geschwebt.

Diese Tiere haben kein Problem damit, einem Taucher beim Rückweg von der Putzerstation geradewegs über den Kopf zu schwimmen, was natürlich für erstklassige Fotogelegenheiten sorgt.

Wenn es um Manta-Fotografie geht, ist das ohne Zweifel der Platz um die SD-Karte bis zum Anschlag zu füllen.


Sich wegen einem anfliegenden Manta ducken zu müssen, ist bei diesem Tauchgang alles andere als ungewöhnlich. Der Gast im Bild beobachtete den kreisenden Manta über mehrere Minuten in derselben Position.

Jeder muss selbst entscheiden, ob man sich nahe der Putzerstation positioniert und den Tieren möglichst nah kommt, oder ob man etwas im Hintergrund bleibt und den Durchgangsverkehr über dem eigenen Kopf genießt. Aber ganz egal wie man sich positioniert, es kann immer passieren, dass einen die Tiere beinahe über den Haufen schwimmen!


Während der Saison ist das kein ungewöhnlicher Anblick. Solche Aktivität kann man während der Paarungszeit fast schon erwarten.
Yap ist nach wie vor das Tauchreiseziel, wo Begegnungen mit Mantas garantiert sind (guaranteed manta encounters).

Deshalb hat Bill auch ein spezielles Geld-zurück-Tauchpaket im Angebot, das ganzjährig gültig ist.


Flüge nach Yap


Wussten Sie, dass Air China Verbindungen zwischen Europa und Asien anbietet und man bequem ohne lange Wartezeiten hierhin kommt?
Wenn man Ihnen nicht mitteilt, welche und wie viele Flug-Optionen es eigentlich gibt, fragen Sie einfach Bill. Er bietet jedem Interessierten nach wie vor kostenlose Flugberatungen – ganz gleich, ob Sie bei einem Reiseveranstalter, online, bei einem Reisebüro oder über ihn buchen.
Bill beantwortet täglich Fragen zu Reisemöglichkeiten in ganz Mikronesien. Wenn es in die Planungsphase für Ihren Mikronesien-Urlaub geht, fragen Sie einfach Bill damit Sie alle Optionen im Blick haben bevor Sie die Entscheidung treffen.

Date Posted: April 4, 2013 @ 2:38 am Comments Off

Yap-Getuschel auf den Malediven

Posted by: Daniel Brinckmann

“Networking” ist ALLES! Und es hört nie auf. Nicht mal inmitten des Indischen Ozeans.

Gelegentlich führen Vorträge zu wirklich witzigen Situationen. Präsentationen und Slideshows über Yap und das Manta Ray Bay Resort bei Weihnachtstreffen von Tauchvereinen, Reiseveranstaltern oder Fachmessen sind ja nicht wirklich etwas Besonderes – aber wenn sie während Pressereisen an Tauchbasen oder auf Tauchkreuzfahrtschiffen stattfinden, kann ich mir das Grinsen kaum verkneifen.
Einerseits sind sie meistens improvisiert und die Technik zickt entsprechend, oder eine andere Art Ironie schleicht sich ein. Jedenfalls ist so ein Vortrag nichts, was man machen möchte, wenn die Sicht nur ein Drittel der Erwartungen erfüllt oder der Fischreichtum an ein Aquarium nach einer zünftigen Algenpest erinnert.
Letzte Woche auf den Malediven war das zum Glück nicht der Fall. Was nicht selbstverständlich ist. Wie jeder weiß, werden die Paradiese von Jahr zu Jahr seltener.

Obwohl ich wirklich kein sonderlich hämischer Mensch bin… stellt Euch das einmal vor: Man drückt die F5-Taste und startet die Präsentation vor einer Gruppe von Sportsfreunden, die entweder noch vom letzten Tauchgang tropfen oder nach dem Abendessen bereits vom nächsten Tauchtag träumen… und whooosch… und plötzlich erscheinen Nahaufnahmen und Porträts von Mantas und Haien von Vertigo oder dem Stammtisch. Keinen halben Meter vom Auslöse-Zeigefinger entfernt. Schon ein bisschen gemein, oder? ;-)

Zur Ehrenrettung: Mantas gab es in der Woche nicht zu sehen, dafür aber regelmäßig Graue Riffhaie, und auch die Steinkorallen sind seit der großen Bleiche 1998 wieder auf dem Weg der Besserung. Nur kam das große Viechzeug leider nicht in die Kameralinse gekrochen wie es in Yap oft der Fall ist.

“Du jagst den Haien nicht mehr wirklich für Porträtfotos hinterher, oder?”, meinte etwa John, einer der Gäste aus Großbritannien. Spätestens nach einigen Impressionen der farbenprächtigen Tanzvorführungen, der Vorstellung unseres Konzeptes “Tauchen und Wohnen unter einem Dach” und der Tatsache, dass Manta Ray Bay bis heute ein Familienunternehmen geblieben ist, war es um einige der Zuhörer geschehen. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass wir einigen Zuschauern im nächsten Jahr unsere dicken Fische und ein leckeres Twostep servieren weren.

“Wie kommt man dahin?” … “Mit dem Flugzeug!” (okay, blöder Scherz) -  “Wie lange ist man unterwegs?” – “Sind Insel und Hotel für Kinder geeignet?” – “Auch für nichttauchende Partner?” – “Was kann man in Yap sonst noch machen?” – “Kriegt man da keinen Inselkoller?” – “Malaria?” – “Wie teuer?” – “Wie lange sollten wir einplanen?”

Reichlich viele Ohrenpaare, die mit Infos gefüttert werden wollten. Aber sowas macht ja Spaß, gerade, wenn man seine eigenen Bilder zeigen kann.

Noch mehr Spaß macht es natürlich mit dem Wissen, dass oben auf dem Sonnendeck unter dem Sternenzelt eine Wasserpfeife mit Apfeltabak auf einen wartet.

Ein Deutscher auf den Malediven, der über Yap redet, eine Shisha aus Jordanien raucht, die mit Tabak aus Ägypten gefüllt ist.
Ist schon ein hartes Leben, nicht wahr? :-)

Frohe Ostern Euch allen!
Daniel

Date Posted: March 31, 2013 @ 5:48 am Comments Off

Mit leeren Händen auf’s Tauchboot

Posted by: Daniel Brinckmann

Bill hat das Tauchen in Yap in diesem Jahr noch angenehmer gemacht. Nach dem Frühstück an Bord der Mnuw kann man jetzt einfach nur mit der Sonnenmilch in der Hand auf’s Boot klettern… mehr braucht es nicht. Diese Verbesserung kam in Form von ein paar Dutzend Armor-Tauchtaschen mit Manta Ray-Logo und mit dem neuen luxuriösen Motto, dass sich die Gäste um nichts kümmern müssen, nicht mal um die eigene Tauchausrüstung.
Hands-free Manta Ray Bay Diving

Yap Divers Convenience Bill ist immer darauf bedacht, das Taucherlebnis auf Yap zu verbessern und wie man den Aufwand für die Gäste auf ein Minimum reduzieren kann.
Alles beginnt am Morgen mit dem persönlichen Fach in der Tauchbasis. Der gesamte Ausrüstungs-”Kreislauf” wird von uns übernommen – vom Fach zum Boot, vom Boot zu den Spülbecken, von den Spülbecken zurück zum Fach.

Auf den Booten hat jeder Taucher einen geschützten Platz für die montierte Ausrüstung, und die restlichen Kleinteile und persönlichen Gegenstände lagern geschützt unter dem Sitz. Was immer in der Tasche ist vor der Abfahrt, es kommt mit auf’s Boot.

Bis jetzt ist die VIP-Service-Neuerung super angekommen und die Gäste bedanken sich mit breitem Lächeln.  Es ist fast ein bisschen so als hätten wir Scuba-Sherpas in Manta Ray-Shirts.

Date Posted: March 15, 2013 @ 1:40 am Comments Off

Spezielle Farbvariante des Mandarinfisches in Yap?

Posted by: Daniel Brinckmann

Wir sind dieser Tage mit einer kleinen Entdeckung beschäftigt, die gerade von Experten untersucht wird: Haben die Mandarinfische in Yap ein einmaliges Farbmuster?

Zuerst wurde der Unterschied von einem unserer Gäste bemerkt. Michele hat Fotos von Mandarinfischen von verschiedensten Orten in den Tropen, einschließlich der anderen Inseln Mikronesiens. Ihre eigene Neugierde trieb sie dazu an, die Bilder an den führenden australischen Fischwissenschafler, Dr. Gerry Allen, zu senden.

In seiner Antwortmail erklärte Dr. Allen folgendes:  “In der Tat stimmt hier etwas nicht, was den Fisch aus Yap angeht. Ich habe diese Art noch nie mit “umgekehrtem” Farbmuster gesehen. Ich kann daraus nur schließen, dass es sich dabei um eine seltene Farbvariante handelt.”

 

unique yap manderin fish coloration

Michele hat das Team unserer Tauchbasis gebeten, ein Auge auf die Mandarinfische mit ihren umgedrehten Farbkombination zu halten.

Deshalb an dieser Stelle ein Aufrug an all diejenigen, die bei uns einen der abendlichen Tauchgänge zum Mandarinfisch-Mating mitgemacht haben:
Bitte schaut in Eure Bilderordner und lasst uns wissen ob Ihr Fotos von der speziellen Farbvariante des Mandarinfisches in Yap habt. Dankeschön!

Dr. Allen ist ein ehemaliger Präsident der Australischen Gesellschaft für Fischbiologie, ein ausländisches Ehrenmitglied der Amerikanischen Gesellschaft für Fisch- und Reptilienkunde und seit kurzem auch Träger des rennomierten K. Radway Allen Award für Außergewöhnliche Beiträge zur Fischkunde Australiens.

Gerald R. Allen ist der Autor von:
- Indo-Pacific Coral Reef Field Guide

- Reef Fish Identification: Tropical Pacific

Date Posted: March 12, 2013 @ 9:25 am Comments Off

Wie würdet Ihr das nennen?

Posted by: Daniel Brinckmann

Bericht von Bill Acker zum gestrigen Tauchtag:

“Ich werde Euch jetzt von meinem Tag berichten, aber Ihr seid herzlich eingeladen, zu kommentieren, wie Ihr so einen Tauchtag bezeichnen würdet.

Gegen 8.30 Uhr liefen wir bei sonnigem Wetter auf Popou – meiner Meinung nach das beste nicht als Kreuzfahrtschiff deklarierte Tauchschiff in Mikronesien – aus in Richtung Südspitze.
Dabei waren eine sehr nette Gruppe von vier Amerikanern, sieben Deutschen sowie Small Will und Nico als Guides und ich selbst als Fahrer.
Wir ließen Yap Caverns hinter uns und steuerten für den ersten Tauchgang die Westseite an, für den Zweiten sollte es dann zu den “Caverns” gehen.

Meine Herren, war das eine gute Entscheidung! Beim langsamen Kreuzen entlang der Riffkante, bemerkten wir etwas, das wir zuerst für Pilotwale (Grindwale) hielten. Als wir näher kamen, stellten wir schnell fest, dass wir auf eine Gruppe von fünf Orcas gestoßen sind, darunter mindestens eine Mutter mit ihrem Kalb. Der Anblick hat natürlich jeden zum Spurt in Richtung Kamera und Bordwand getrieben.  Die Wale blieben mehrere Minuten bei uns bevor es ihnen genug war und sie abgetaucht sind.

Nachdem wir die Orcas hinter uns gelassen hatten, nahmen wir Kurs auf Spanish Walls. Als wir dort ankamen bemerkten wir aber, dass der Wind das Sediment aufgewirbelt und die Sicht verschlechtert hatte.  Nico erzählte mir dann von einem neuen Platz, den er vor ein paar Tagen betaucht hatte und dabei gleich vier Sepias über den Weg schwamm. Ich finde es grundsätzlich super, an Plätzen zu tauchen an denen ich noch nicht war und nach einer kurzen Besprechung in der Gruppe war die Entscheidung einstimmig… “und ab dafür!”
Also stiegen wir weiter nördlich zwischen Cabbage Patch und Spanish Walls ins Wasser, an einem Tauchplatz ohne Namen.
Naturgemäß war vorher kein exaktes Briefing möglich, aber natürlich habe ich erklärt, dass eigenverantwortlich (und damit auch freiheitlich) getaucht wird wird, wie man sich beim Auftauchen verhalten sollte und wie die Taucher bei Ausfahrten mit “Popou” wieder zurück an Bord kommen. Nico führte die Amerikaner durch’s Riff und ich war mit der deutschen Gruppe unterwegs.
Nach nicht einmal zwei Minuten fand Nico den ersten Sepia. Wenige Momente später stolperten wir über die erste von zwei Schildkröten und direkt danach entschied sich ein Großer Barrakuda dafür, einen näheren Blick bei uns zu riskieren. Nach dem Barrakuda kam ein kapitaler Bonito, der uns nicht von der Seite weichen wollte. Ungefähr zehn Minuten vor dem Auftauchen fanden wir noch einen zweiten Sepia. All das erlebten wir inmitten einer unglaublich schönen Steinkorallen-Landschaft mit hunderten Sorten gesunder Korallen.

Meine Idee war es, die Gäste nach Namensvorschlägen für den Platz zu fragen, aber da ich der Letzte war, der aus dem Wasser stieg, war jemand schneller. “Wenn Ihr den Ort nicht Buena Vista nennt, dann mache ich das selbst!” Das “Ultimatum” kam von Jeannette McWilliams, die mit ihrer Tochter Cheryl Lyn aus Florida angereist war. Es hat einen Moment gedauert, den Anderen auf dem Boot Buena Vista zu übersetzen – da war das einstimmige Okay schon längst Programm. Und so wurde “Schöne Aussicht” unser neuester Tauchplatz.

Während wir langsam südwärts nach Yap Caverns getuckert sind, war der neueste Tauchplatz von Yap natürlich das große Thema. An dieser Stelle möchte ich mich bei Jeannette für den wunderbar passenden Namen bedanken und auch bei den anderen Tauchern, die so schnell dazu bereit waren, eine kleine Expedition zu unternehmen. Wer demnächst nach Yap kommt, sollte mal bei Jan nachfragen, ob nicht eine Ausfahrt auf “Popou” mit Mittagssnack und drei Tauchgängen – einer davon natürlich bei Buena Vista – möglich ist. Ihr werdet es nicht bereuen!

Mit seinem klaren Wasser und dem Reichtum an kleinen Lebewesen und großen Brocken, war Yap Caverns schon fast ein standardmäßiger Kandidat für den nächsten Tauchgang. Mit der Einschränkung, dass man Yap Caverns NIEMALS als standardmäßig bezeichnen kann. Wir hatten große Graue Riffhaie bei der Körperpflege, 2 GEWALTIGE Hundezahn-Thunfische, die an uns vorbei schwammen, ein Paar Seegras-Geisterpfeifenfische, einen juvenilen (noch nicht geschlechtsreifen) Messerlippfisch und eine Schule Büffelkopfpapageifische.
Natürlich war auch die Drift entlang Lionfish Wall spektakulär wie eh und je.

Was für ein Tag! Wie würdet Ihr so etwas nennen?

Date Posted: @ 9:05 am Comments Off

Live-Chat ist eingerichtet!

Posted by: Daniel Brinckmann

Ich bin sehr erfreut, eine neue Erweiterung unserer Webseite nutzen und kurz vorstellen zu können.  Diese Funktion erlaubt es, in Echtzeit mit Jedem in der Welt zu chatten, der eine Frage zu Yap oder Manta Ray Bay Resort & Yap Divers hat.
Wenn Sie also wissen wollen, wie man am besten nach Yap kommt, wann die beste Reisezeit ist (kleiner Tipp: im Grunde jede Zeit, die Ihnen passt!), ob Sie am Flughafen von uns abgeholt werden, oder welche Frage(n) Sie auch immer haben:
Bitte öffnen Sie unsere Webseite, auf der Haupt- und jeder Unterseite finden Sie in der Ecke oben rechts eine Schaltfläche zum Draufklicken, die zum Chat führt. Wenn ich am Schreibtisch sitze oder mein Handy mit dem Internet verbunden habe, zeigt die Schaltfläche an, dass ich online bin; wenn ich nicht erreichbar bin, erlaubt es die Chat-Funktion dennoch, eine Nachricht zu hinterlassen, sodass ich antworten kann sobald ich wieder im Internet bin.

Ich bin gern zur Stelle um Ihnen den bestmöglichen Urlaub zu ermöglichen.
Niemand auf der Welt weiss besser, wie man nach Yap kommt und ich bin immer gern bereit, Ihnen bei der Anreise zu helfen, ganz egal, wo Sie gebucht haben.
Rufen Sie mich an (+691 350-2300), mailen Sie mir (bill@mantaray.com) , schicken Sie mir eine Skype -Nachricht (popsacker), kontaktieren Sie mich über unsere Facebook-Seite (www.facebook.com/mantaraybay) oder chatten Sie ab jetzt live mit mir über unsere Webseite.
Welchen Kanal auch immer Sie bevorzugen, zögern Sie bitte nicht, sich bei Fragen an mich zu wenden.
Ich und mein gesamtes Team freuen uns darauf, Sie in unserem familiengeführten Tauchresort begrüßen zu dürfen. Wir sind spezialisiert auf Tauchen (natürlich), Schnorcheln, Freitauchen UND darauf, Ihnen eine tolle Urlaubszeit zu ermöglichen.
Ganz gleich was immer Ihnen zu Ohren gekommen sein mag: Es ist nicht schwierig, Yap zu erreichen. Schließlich landet die weltgrößte Fluglinie zwei Mal pro Woche auf der Insel.
Wenn Sie Fragen oder Zweifel haben, melden Sie sich doch einfach.
Der Chat steht ab sofort zur Verfügung.

 

Date Posted: March 6, 2013 @ 8:48 am Comments Off

Manta Ray Bay: ein Ort, um Freundschaften zu knüpfen

Posted by: Daniel Brinckmann

Das Prozedere kennt jeder: Aufs Boot springen, ab zum Tauchplatz, ins Wasser, zurück zur Tauchbasis – und dann ist die Gemeinschaft in alle vier Himmelsrichtungen verstreut…

Dank der Tatsache, dass wir Hotel und Tauchbasis unter einem Dach vereinen und es generell relaxt zugeht, hatte ich schon immer den Eindruck, dass das Manta Ray Bay Resort ein prima Ort ist um Sportsfreunde mit völlig unterschiedlichen Backgrounds kennen zu lernen. Ganz unabhängig von Herkunft, Beruf oder Lebenseinstellung.

Vor einigen Tagen bin ich auf Facebook über eine Meldung gestolpert, die Bände spricht – nämlich, dass unser kleines Paradies in der Tat echte Freundschaften hervorbringt.

Von links nach rechts: Wen, Omar, Anton

Anton Sutheja und Wen Wei aus Singapur vebrachten ihren Urlaub Ende 2008 im Manta Ray Bay Resort, ebenso wie Omar Hadoui, der damals noch in England lebte.
Eigentlich ist es überflüssig zu erwähnen, dass die Drei mit ihren Manta- und Hai-Begegnungen ein paar tolle Erinnerungen für ihr Taucherleben mit nach Hause nahmen.
Zur selben Zeit war ich selbst zum ersten Mal auf Yap und erinnere mich an eine coole Woche mit Leuten, die zum Lachen nun wirklich nicht in den Keller gehen.

Trotzdem war ich erstmal sprachlos als ich das Bild hier sah – dieselben Drei an einem Restaurant-Tisch in Singapur, vier Jahre später…

Offensichtlich war Omar zwischenzeitlich nach Singapur gezogen. Das hier gab er mir/uns mit auf den Weg:
“Dieses längst überfällige Treffen von drei Tauchpartnern in Singapur ist einzig und allein geschehen wegen einem genialen Urlaub auf Yap im Manta Ray Bay Hotel, wo wir uns vor beinahe 4 Jahren getroffen hatten!! Auf die Freunde, die über den ganzen Erdball verteilt sind! :-)

…und Anton mit einem klassischen Anton-Kommentar: “Wunderbare Schweinerippchen. Du solltest vorbei kommen und Dich Omar und Wen anschließen, Kumpel!”

Danke, Leute! Ich hoffe, Euch eher früher als später wieder zu sehen!
Singapur und Schweinerippchen hört sich toll an, aber gegen “Blackened Sashimi” und Yap Corner hätte ich auch nichts!

Nein, der Haarschnitt hängt nichts mit Rasenmäher-Rochen zu tun...

Es gibt WIRKLICH keine Zero-Abfangjäger mehr, Omar!

Date Posted: February 15, 2013 @ 8:08 am Comments Off

Ein Morgen am Außenriff

Posted by: Daniel Brinckmann

Gestern waren wir unterwegs im Süden um Blauwasser-Tauchgänge zu unternehmen. Unsere Ziele waren klar: transparentes Wasser, Tiefe und Colins Wasserflaschen-Trick mit dem wir Großfisch anlocken wollten.

Wir waren zu Fünft auf dem Boot Eagle Ray unterwegs und nicht zu knapp mit Vorfreude ausgestattet. Den ersten Versuch starteten wir an der Südspitze bei Yap Caverns. Beim zweiten Tauchgang am Big Bend hat es so gekachelt, dass man glauben könnte, die Strömung verschiebt Korallenblöcke. Aber nicht so schlimm, wir wollten sowieso Strecke machen und nicht am Riff bleiben, und wie könnte das besser funktionieren als mit ordentlicher Strömung und einem nachfolgenden Boot.

Nach dem Abtauchen schauten wir uns erst einmal um und schon beim Hinabtauchen ins natürliche Amphitheater vom Yap Caverns kam uns ein neugieriger Weißspitzen-Riffhai entgegen, der freundlicherweise direkt in Richtung der Kamera schwamm.

Jenseits der Steilwand griff Colin auch direkt nach der Wasserflasche und legte los. Und da liegt der Unterschied zu den normalen Begegnungen mit Haien:  Beim Tauchen in Yap sieht man Haie bei allem Möglichen – bei der Körperpflege, schlafend, beim Herumknabbern an Thunfischköpfen, so ziemlich alles, was Haie eben so machen, manchmal bei Nachttauchgängen auch bei der Jagd .

So kommen die Haie allerdings in freudiger Erwartung auf einen Leckerbissen geradewegs aus dem Blau auf die Plastikflasche zugeschossen. Jeder der beiden Tauchgängen startete mit ein oder zwei Haien in Sichtweite, nach Colins Wasserflaschentrick waren es aber schnell mehr als 20 jeden Alters und jeder Größe. Graue Riffhaie in Schulen und verstreute Weißspitzen.

Hinter der Wand von Yap Caverns geht das Riff in ein schräg abfallendes Plateau über und mündet dann jenseits der 60 Meter-Marke in eine weiße Sandfläche mit wenigen Korallen. Auf dem Weg dorthin kommt man an mehreren Hai-Putzerstationen vorbei, wo 15 Zentimeter kleine Putzerlippfische durch die Kiemen von Weißspitzenhaien und Grauen Riffhaien wuseln, die ihrerseits mit offenem Maul in Zeitlupe über dem Korallenblock kreisen. Dieser Platz ist allerdings schon 50 Meter tief.

Soweit brachte uns die Wasserflasche die Haie bis in Taucher-freundliche Tiefe an die Wand von Yap Caverns. Allerdings hat der Trick natürlich nicht die Langzeitwirkung wie ein Eimer voll gefrorener Thunfischköpfe.

Nach dem kleinen Experiment in Sachen Haiverhalten, zogen wir weiter mit der Strömung. Auf dem Weg begegneten wir kleinen Hundezahn-Thunfischen, einer Echten Karettschildkröte, einem Großen Barrakuda von einem Ausmaß, der seinem Namen alle Ehre macht, und natürlich jeder Menge Riff-Fisch.

Beim zweiten Tauchgang zückten wir die Flasche nachdem wir in knapp 30 Meter Tiefe angekommen waren. In Handumdrehen waren wir von einem Geschwader von Grauhaien umgeben, das aus dem Blau heranschoss und uns in die Mitte nahm.  So wurden wir Teil einer Familienveranstaltung, denn es waren auch Babyhaie in der Gruppe. Insgesamt hatten über 20 Haie die Spur aufgenommen und schwammen nun den Riffhang auf und ab.

Der Tauchgang begann mit ordentlicher Strömung, sodass das Riff förmlich an uns vorbei gesaust ist.  Um bei solchen Bedingungen Fotos zu machen braucht es schon etwas Übung. Irgendwann kam die Strömung zum Erliegen nur um plötzlich aus der Gegenrichtung zu kommen!

Das Tauchen an dieser Stelle ermöglicht zwei Dinge: einerseits den Panorama-Effekt durch die grandiosen Sichtweiten und den Großfisch, auf der anderen Seite das Riffleben, kleine Fische, Weichkorallen und Überhänge.
Hinter einer Teppichanemone, in dem sich ein Paar Clownfische tummelte, fanden wir eine gestreifte Putzergarnele, die aus dem Versteck lugte.

Leider bekamen wir dieses Mal keinen Silberspitzenhai oder eine andere Art, die größer als ein Taucher ist. Aber wir sind mit dem Flaschen-Trick ganz sicher noch nicht fertig!

(c) Brad Holland 2013.

Date Posted: February 9, 2013 @ 5:46 am Comments Off

Next Page »